Auszug aus dem Mitteilungsblatt Nr. 271 vom 21.03.2013

Marktkernsanierung

Ausbau der öffentlichen Verkehrsflächen, Straßenbeleuchtung, Kanalsanierung und Erneuerung der Trinkwasserleitung.

Nach Überarbeitung des in zwei Bürgerversammlungen vorgestellten Marktkernsanierungskonzeptes erfolgten auch noch Gespräche mit Straßenanliegern, Gewerbetreibenden, Jugendlichen, Senioren und Vereinsvertretern. Über die Besprechungsergebnisse wurde der Marktgemeinderat informiert.

Die Planungsüberlegungen sind gereift.

Die Eibl Ingenieur GmbH, Donauwörth, wurde mit der Erstellung eines Bauentwurfes mit Kostenschätzung beauftragt, der auch für die Beantragung eines Zuschusses nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) notwendig ist.

 

Eine Kanalsanierung und eine Erneuerung der Trinkwasserleitung durch den Zweckverband zur Wasserversorgung der Heimberggruppe werden dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsflächen aus ökonomischen Gründen vorausgehen.

 

Gestaltung der öffentlichen Verkehrsflächen:

 

1. Gehwege (ca. 1.750 qm):

Sie sollen mit einem 8 cm starken Granitpflaster (Farbe: gelblich/bunt) belegt werden.

 

2. Parkplätze:

Anstelle von Asphalt (ca. 1.985 qm) sollen 10 cm starke Betonpflastersteine (Farbe: Muschel-Kalk nuanciert) verlegt werden.

 

3. Entwässerungsrinnen:

Die Regenrinnen sollen auf drei Pflastersteine (ca. 50 cm Gesamtbreite) reduziert werden. Die Regenrinnen werden dadurch schmäler.

 

4. Fahrbahn (ca.3.540 qm):

Das Kleinsteinpflaster wird ausgebaut. Die Pflastersteine werden wieder verwendet.

Die Fahrbahn erhält wieder ein Dachprofil mit leichter Überhöhung entsprechend dem bisherigen Bestand. Die Fahrbahnbreite von ca. 6,00 m soll beibehalten werden.

 

5. Straßenbeleuchtung:

Ein Angebot für die Errichtung von rd. 30 Stahlrohrmasten mit LED-Glockenleuchten neben den Häuserfassaden liegt vor.

Das Landesamt für Denkmalpflege spricht sich gegen eine „Lampenallee" und für Hängeleuchten aus.

Eine definitive Entscheidung des Marktgemeinderates steht noch aus.

 

6. Parkplätze:

Die vorhandenen ca. 110 bis 120 Parkplätze sollen möglichst beibehalten werden.

Ob eine Markierung der Parkplatzbreiten bei Normparkplätzen (ca. 5,00 m x 2,50 m) erfolgt, muss noch entschieden werden.

 

7. Bäume:

Nachdem in der Marktstraße noch nie Bäume vorhanden waren, würde laut Landesamt für Denkmalpflege das Ortsbild verfälscht und die Blickbeziehung in Richtung Markttore würde beeinträchtigt werden. Zudem stellt sich die Frage, ob die erforderliche Fläche für einen etwaigen Bodenaustausch mit einer für einen Baum erforderlichen Pflanzgrube überhaupt machbar ist, zumal ein Bündel an Versorgungs- und Entsorgungsleitungen vorhanden ist. Mit der Pflanzung von Bäumen soll laut Landesamt sehr zurückhaltend umgegangen werden. Kleinkronige Bäume in Kugelform seien vorstellbar.

 

8. Brunnen:

Der genaue Brunnenstandort muss noch festgelegt werden.

Das Landesamt für Denkmalpflege ist der Auffassung, dass ein etwaiger Brunnen in Bezug zur Marktstraße gesetzt werden sollte. Es darf keine Hinterhofsituation erzeugt werden. Bei der Pfarrkirche sollte kein Brunnen mit „Deko-Charakter" aufgestellt werden. Der dortige Kommunikationsbereich könnte eventuell mit einer Bank und einem „Mäuerchen" ausgestattet werden.

 

Die Entscheidung über die Gestaltung des Brunnens bleibt der Zukunft überlassen.

 

9. Barrierefreie (behindertengerechte) Übergänge:

Die Gehwegübergänge und auch die Straßenquerungen (z.B. bei Hofausfahrten) werden voraussichtlich mit minimalem Höhenversatz (ca. 1,0 cm), sonstige Höhenversätze (z.B. Gehweg/Parkplatz oder Gehweg/Fahrbahn) mit voraussichtlich mind. 3,0 cm hergestellt.

 

Die neuen Entwässerungsrinnen werden ebenfalls mit geringer Tiefe (ca. 1,5 cm) ausgeführt.

 

10. Eventuelle Verschwenkung der ca. 6,00 m breiten Fahrbahn der Marktstraße:

Eine solche soll laut Landesamt für Denkmalpflege nicht ausgeführt werden, da der jetzige Verlauf der Marktstraße in Ausrichtung auf die vorhandenen Gebäude eigentlich ideal sei.

 

Hinweis:

Über manche Details der Bauausführung muss im Bauausschuss bzw. Marktgemeinderat beraten und entschieden werden.

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