Stromtrasse (Gleichstrompassage Süd-Ost) im Urdonautal

Auszug aus dem Mitteilungsblatt Nr. 282 vom 04. Juli 2014

 Geplante Gleichstromtrasse: Beitritt zum Verein

„Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost“

 

Am 26. Mai 2014 fand in Pegnitz die Trassenkonferenz zur Vereinsgründung statt.

26 Kommunen sind dem Verein gleich nach der Gründung beigetreten. Bei der Vereinsgründung wurde als 1. Vorsitzender Erster Bürgermeister Uwe Raab aus Pegnitz gewählt.

Die Vorteile, dem Verein beizutreten, sind:

  • Effektives Informationsmanagement;
  • Eventuelle Gutachten können in Auftrag gegeben werden;
  • Gemeinsame juristische Unterstützung kann in Anspruch genommen werden;
  • Durch die Unterstützung des Vereins ist es möglich, sich besser in die komplexen Planungsunterlagen einzuarbeiten.

Laut 1. Vorsitzenden Raab soll der Verein die „Schlagkraft“ der Kommunen erhöhen. Seine Finanzmittel dienen dazu, juristische Gefechte durchzustehen oder auch Gutachter zu bezahlen.

Obwohl inzwischen auch die Bayerische Staatsregierung nicht mehr an die Notwendigkeit der Trasse glaubt, wollen die Kommunen ihren Widerstand fortsetzen - solange bis die Bundesnetzagentur der Netzbetreiber die Pläne aufgeben. Als Mitgliedsbeitrag wurden 50 Cent je Einwohner pro Jahr festgesetzt.

Der Marktgemeinderat genehmigte den Beitritt zum Verein „Kommunen gegen die Gleichstrompassage Süd-Ost“ und stimmte einem Vereinsbeitrag in Höhe von jährlich 50 Cent je Einwohner zu.

 


 Auszug aus dem Mitteilungsblatt Nr. 279 vom 21. März 2014

Gegen geplante Gleichstrompassage Süd-Ost (Stromtrasse)

 Am 04. Februar 2014 hat der Marktgemeinderat mit 15 gegen 1 Stimme beschlossen, die geplante Stromtrasse entschieden abzulehnen. Als Gründe werden u.a. angeführt:

  • Die Leitung ist weder notwendig noch gewollt.
  • Den Beweis der Erforderlichkeit sind der Netzbetreiber Amprion und die Bundesnetzagentur bisher schuldig geblieben.
  • Die Stromtrasse mindert die Wohn- und Lebensqualität und bringt einen erheblichen Wertverlust bzw. eine Ent wertung der Grundstücke.
  • Die kommunale Planungshoheit wird verletzt und tangiert die Ausweisung von weiteren Bau- und Gewerbegebieten.
  • Im Sinne einer dezentralen Energieversorgung in Bayern muss versucht werden, an den bestehenden Netzknoten (Umspannwerken und Kraftwerkstandorten) die notwendige Reserveleistung zu installieren.
  • Die Raumwiderstandsklassifizierung (Kriterium, z. B. Wohnfläche, Naturschutzgebiet FFH-Gebiet, Gewerbefläche, sensible Einrichtungen wie z.B. Schulen) wird in Zweifel gezogen.

Über das ablehnende Schreiben des Marktes Rennertshofen an den Netzbetreiber Amprion in Dortmund vom 05. Februar 2014 wurden Herr Ministerpräsident Seehofer, Frau Staatsministerin Aigner sowie Herr Bundestagsabgeordneter Dr. Brandl informiert.

Zwischenzeitlich haben auch 11 Landräte (darunter Landrat Roland Weigert) eindeutig Nein“ zur Stromtrasse gesagt.

In der Trassenkonferenz am 24. Februar 2014 in Pegnitz hat sich ebenfalls Widerstand gegen diese Stromtrasse formiert. Gemeinsam will man gegen die Trasse vorgehen und einen Verein für eine gemeinsame Gegenwehr aufbauen und evtl. Klage erheben.

Geld für eine anwaltschaftliche Vertretung und Gutachter wird notwendig werden. Es wird sich die Frage stellen, was man „gemeinsam stemmen“ kann und was die Kommune selbst leisten muss.

Als Mitgliedsbeitrag zum Start war von 0,10 €/Einwohner die Rede. Der Marktgemeinderat hat am 25. Februar 2014 einstimmig beschlossen, einem solchen Verein beizutreten.

Auch die Mitgliedsgemeinden der ARGE Urdonautal (Bergheim, Burgheim, Dollnstein, Egweil, Nassenfels, Oberhausen, Rennertshofen und Wellheim) haben sich entschieden gegen die Stromtrasse ausgesprochen und eine gemeinsame Unterschriften-Aktion gestartet.

Diese Unterschriftenliste lag vom 18. Februar 2014 bis einschließlich am 15. April 2014 im Rathaus als auch in diversen örtlichen Geschäften  aus.

 


 Bekanntmachung vom 18. Februar 2014

Die Mitgliedsgemeinden der ARGE Urdonautal (Gemeinde Bergheim, Markt Burgheim, Markt Dollnstein, Gemeinde Egweil, Markt Nassenfels, Gemeinde Oberhausen, Markt Rennertshofen, Markt Wellheim) sprechen sich entschieden gegen die Planung und den Bau der Gleichstrompassage Süd-Ost durch das Gebiet der Mitgliedsgemeinden aus.

Die Stromtrasse gefährdet die Gesundheit unserer Bürger, beeinträchtigt das Landschaftsbild und ist mit den Zielen der ARGE Urdonautal nicht vereinbar.

Die Bayerische Staatsregierung wird aufgefordert, bereits im Vorfeld und im Rahmen der Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur auf den Stopp der Planung hinzuwirken.

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